27.05.2014

Katastrophenschutzübung ALPINE 14 in Antholz

Über 300 Einsatzkräfte probten vier Tage lang den Ernstfall im Antholzertal in Italien/Südtirol. Ca. 100 Einsatzszenarien wurden von den THW-Einheiten aus Bayern und den Rettungskräften aus Südtirol, Venetien, der Steiermark und Niederösterreich abgearbeitet. Katastrophenfälle, welche nach schweren Regenfällen mit Murenabgängen auftreten können.

Die Übung begann, nach monatelanger Planung, mit Vorbereitungen in der fiktiven „Provinz Montana“. Helfer der Fachgruppe Führung/Kommunikation aus Kempten, richteten die notwendigen IT-Verbindungen, sowie die Übungsleitung ein. Erkundungsteams von THW, Weißen Kreuz und Arbeiter-Samariter-Bund Steiermark, machten sich an Einsatzplanung, sowie Kräfteanforderungen und bildeten eine Einsatzleitung

In der Provinz Montana, zwischen Biathlonzentrum Antholz und Staller Sattel, waren THW-Helfer, Notärzte, Sanitäter, Feuerwehrleute, Wasser- und Bergrettungsleute und Rettungshunde gefordert, die vielen Einsätze mit über 170 Verletzten, welche von der Notfalldarstellung geschminkt wurden, zu bewältigen. Rettungsaktionen im Antholzer See, Verkehrsunfälle, Verletztenversorgung, Krankentransporte, Vermissten- und Verschüttetensuche, Brand im Gebäude, provisorischer Brückenbau, Baumfällungen, Trinkwasseraufbereitung, Aufbau eines Feldspitals standen an. Regenfälle beeinträchtigen kurzzeitig das Einsatzgeschehen.

Für die Versorgung der Einsatzkräfte wurden im  Camp, Zelte vom Partner des Weißen Kreuzes, ANPAS aus Venetien aufgebaut, die Sektion Zivilschutz des Weißen Kreuzes kümmerte sich um das leibliche Wohl, die Fachgruppe Elektro des THW-Ortsverbandes Lindenberg sorgte für den Strom. Eine große Herausforderung war, zusammen mit den anderen Organisationen aus den verschiedenen Ländern, eine gemeinsame Einsatzleitung und Örtliche Einsatzleitung zu bilden, um die von der Übungsleitung eingespielten Aufgaben zu bewältigen.

Schon die Einreise in die Provinz Montana mit allen Kontrollformalitäten und der Meldekopf wurde beübt. Beobachter aus allen Einheiten machten sich ein Bild über die Einsatzfähigkeit der Einsatzkräfte, die Interoperabilität der Systeme und die  Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einheiten und Behörden. Eine Auswertung mit Bild- und Filmmaterial wird erfolgen, um die gesammelten Erfahrungen und neuen Erkenntnisse für weitere Ausbildungen nützen zu können. 

Bei der Pressekonferenz waren ranghohe Vertreter des Zivilschutzes zugegen. Der Direktor des Weißen Kreuzes Ivo Bonamico, Ressortleiter Klaus Unterweger, Abteilungsdirektor Hanspeter Staffler und Branddirektor Ernst Preyer der Berufsfeuerwehr. Bürgermeister Thomas Schuster bedankte sich bei den Organisatoren Markus Leimegger, Weißes Kreuz, Josef Riener ASBÖ Steiermark und dem THW-Landesverband Bayern und THW-Geschäftsstelle Kempten, sowie bei den Verantwortlichen des Biathlon-Zentrums Antholz für die Bereitstellung des Areals.

 

In einer großangelegten Szenerie an der Tribüne des Biathlon-Stadions, wurde den Gästen auch was fürs Auge geboten.Aus Südtirol haben sich neben Weißem Kreuz, die Abteilung Brand- und Zivilschutz, Feuerwehren, das Rote Kreuz, Bergrettungsdienste, die Wasserrettung, die Funknotrufgruppe Bozen und die Rettungshundestaffel Dolomiten aus Bozen, der Landesnotfalldienst und die Notfallpsychologie des Sanitätsbetrieb und das sechste Regiment der Alpini beteiligt. ANPAS, Arbeiter-Samariter-Bund Steiermark und Niederösterreich, Rotes Kreuz Steiermark, Vertreter des Katastrophenschutzes der steirischen Landesregierung und die Johanniter-Unfall-Hilfe Allgäu Kempten.

 

Bei der Abschlussveranstaltung zeigten sich alle Helfer und Helferinnen begeistert von der Übung und genossen das hervorragende Essen aus der Feldküche. Großer Dank galt Markus Leimegger, Dienstleiter der Sektion Zivilschutz im Weißen Kreuz und seinen Mannen, für die viele Arbeit in der Vorbereitung.

Für das THW aus dem Geschäftsführerbereich Kempten war es bereits die achte Übung seit 2007 gemeinsam mit dem Weißem Kreuz und Arbeiter Samariter-Bund Österreich. Der bayerische THW-Landesbeauftragte Dr. Voß und auch THW-Landessprecher Skalitzky ließen es sich nicht nehmen, bei der Übung vorbeizuschauen und zeigten sich sichtlich beeindruckt, von den gezeigten Leistungen.

Von den bayerischen THW-Ortsverbänden waren an der Übung Alpine14 beteiligt:

OV Kempten – Fachgruppe Führung/Kommunikation
OV Sonthofen – Zugtrupp und 1. Bergungsgruppe
OV Lindenberg – Fachgruppe Elektro
OV Kaufbeuren – Fachgruppe Beleuchtung und Beobachter

Bericht/Bilder: Brigitte Müller GF GST KE, Sebastian Habersetzer BÖH OV Lindenberg,


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